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Von Beat Ambord

Marketing- und Technik-Trends 2020, die digitale Welt im Wandel

 
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Das digitale Marketing ist im Wandel. Fast täglich entwickeln sich neue digitale Techniken und Trends, die sich in unterschiedlich starker Weise auch auf das digitale Marketing auswirken. Waren es vor 20 Jahren noch einfache Webseiten, E-Mail und personengeführte Chats, so sind es heute vor allem automatisierte digitale Prozesse und Social Media Techniken, die das digitale Marketing beeinflussen und bestimmen. Dabei sind Marketing-Trends und Technik-Trends unmittelbar miteinander verbunden und wirken wechselseitig.

Die wichtigsten Marketing-Trends für 2020 sind

  • Chatbots
  • Private Messanging Apps
  • Voice Search
  • Costumer Centricity
  • Social Media Influencer

Zu den digitalen Technik-Trends 2020 zählen

  • Hyperautomation
  • AR/VR-Technologie
  • Transparenz
  • Internet Of Things
  • 5G-Mobilfunk

Lassen wir zunächst die Marketing-Trends 2020 einer genaueren Betrachtung unterwerfen.

Chatbots – die kleinen „Roboter“ für die Kommunikation mit den Usern und Kunden

Chatbots sind für den Kundenservice eine neue Evolutionsstufe in der direkten Kommunikation mit den Kunden und Interessenten. Auch wenn dabei der Faktor Mensch zunächst zumindest auf einer Seite unberücksichtigt bleibt, bieten die kleinen Programme doch eine probate Möglichkeit, mit den Usern in ein virtuelles Gespräch zu kommen.

Dabei geht die Entwicklung vom eher technisch dominierten Kontakt hin zum personalisierten Dialog, der weit höhere Anforderungen an Technik und Datenbanken stellt. In 2020 werden es deutlich mehr Unternehmen als bislang sein, die die Bots für die Kommunikation mit den

Webseitennutzern einsetzen. Dabei wird sich der Grad der Automation ebenfalls immer weiter voran entwickeln. 

Wie bereits bemerkt, werden die Chatbots insbesondere im digitalen Kundenservice in 2020 viele Prozesse revolutionieren.

Chatbots
  • beantworten Kundenfragen oder leiten solche an die entsprechenden Fachabteilungen weiter
  • sie helfen den Usern bei der Suche nach Produkten, Dienstleistungen und Services und empfehlen auf der Basis vorhandener Kundendaten bestimmte Produkte aus dem Shopangebot
  • bei einer insgesamt guten technischen Entwicklung können Chatbots die User auch individuell ansprechen und helfen, deren Probleme zu lösen
  • die technische Basis für gute Chatbots liegt in der Künstlichen Intelligenz, die mit jedem neuen Kunden mehr über die Wünsche, Bedürfnisse und Probleme der Kunden dazulernt
  • die Verfügbarkeit der Chatbots 24/7 erweitert die Kontaktmöglichkeiten mit den Kunden und sorgt für ein verbessertes Kundenerlebnis, das beispielsweise mit Hotlines oder ähnlichen Lösungen nur teilweise und mit sehr hohem personellem Aufwand zu erreichen wäre
Dabei lassen sich derzeit vier Entwicklungsstufen der Chatbots erkennen:

Stufe 1: Hier geht es in erster Linie um die Basiskommunikation ohne im direkten Kontext mit dem User zu stehen.

In der Stufe 2 wird bereits eine situative Kommunikation angestrebt, bei der die Aktionen der Chatbots bereits im Kontext zu den Useraktionen stehen.

Stufe 3: Hier wird bereits eine echte Kommunikation mit entsprechender Interaktion geführt. Dazu werden Datenbanken eingesetzt, aus denen die Chatbots die Informationen für die Führung der Kommunikation beziehen können.

Die 4. Entwicklungsstufe beschreibt eine echte Kommunikation mit einer ebenso echten Interaktion. Dabei ist es erforderlich, dass die Chatbots unter Nutzung der Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz in Echtzeit lernen und entsprechend aktiv in der Kommunikation agieren können.

Betrachten wir kurz, wie solche Chatbots eigentlich „denken“.

Hat der User eine Frage, so wird er diese zunächst formulieren. Je nach Verbindungsmodul wie Live Chat, App, Messenger, SMS etc. werden dabei die Fragestellungen in Sprache oder Schrift übermittelt.

Die „Ohren“ des Chatbots sind dabei doe unterschiedlichen technischen Möglichkeiten der Spracherkennung. Daraus folgt dann der entsprechende Input.

Im „Gehirn“ des Chatbots muss jetzt im Rahmen des Dialog-Managements die passende Abfrage in der passenden Datenbank erfolgen.

Die dort bezogenen Informationen werden aufbereitet und an den „Mund“ des Chatbots als Ausgabegenerator weitergeleitet. Das kann ein Sprachgenerator sein, aber auch eine schriftliche Form ist möglich.

Über das jeweilige Verbindungsmodul wird dann die Antwort auf die Frage des Users ausgegeben. Das alles läuft im Idealfall in Bruchteilen von Sekunden ab, so dass der User beinahe zeitgleich mit dem Abenden der Frage auch eine Antwort erhält. Dabei gilt: Es können nur Fragen beantwortet werden, deren Antworten bereits in den Datenbanken hinterlegt sind. Bei Chatbots in der 4. Entwicklungsstufe lernen diese selbständig in Echtzeit dazu, so dass sie dabei auch die Datenbaken selbständig weiter füllen.

Private Messaging Apps – Mit dem Kunden im direkten digitalen Kontakt

Die Nutzung privater Messaging Apps wie Whatsapp. Facebook Messenger und vieler anderer wird in 2020 an Bedeutung zunehmen. Entsprechend mehr Unternehmen werden in 2020 auch auf die privaten Messenger Apps als digitales Werkzeug in der Kundenkommunikation setzen. Vorteilhaft dabei ist, dass die Kommunikation immer auch mit einer gewissen Interaktion verbunden werden kann.

Sehen wir uns an, wie Unternehmen die privaten Messaging Apps einsetzen können.

Messenger-Apps erlauben nachfolgend auszugsweise aufgeführte Kommunikationsmöglichkeiten:

  • schnelle und unkomplizierte B2C Kommunikation
  • Ersatz für den zeitintensiven e-Mail Verkehr
  • Voice- und Videotelefonate sind zusätzlich möglich
  • in Gruppenchats kann über Produkte und Events kommuniziert werden
  • Geld versenden und empfangen ist ebenfalls möglich, das wurde in 2019 schon teilweise getestet
  • die Information vom Unternehmen zum Kunden kann über Messenger-Apps komfortabel organisiert und durchgeführt werden.

Damit bieten private Messaging Apps eine Vielzahl von Funktionen und Möglichkeiten für die interaktive Kommunikation mit Kunden, Interessenten und anderen Usern.

 

Betrachtet man die weltweit bekanntesten Massaging Apps nach dem Grad der Nutzung wird klar, dass Whatsap hier die Nase ganz weit vorn hat. Praktisch jeder kann Whtsapp nutzen und so wird dieses Medium auch für Unternehmen immer interessanter.

Ähnliches trifft auf den Facebook Messenger zu. Danach folgen weiter mobile Messenger Dienste, die jedoch in der monatlichen Nutzung deutlich voneinander abweichen.

Voice Search / Sprachassistenz – Alexa, Siri und Co. machen es vor

Sprachassistenten sind bei vielen Usern sehr beliebt und reichen weit über Smart Home und ähnliche Anwendungen hinaus. Die Sprachassistenz ist in den meisten Fällen mit Voice Search verbunden und bietet damit ein komfortables Nutzererlebnis.

Wer Alexa oder Siri bereits schon einmal nach dem Wetter gefragt hat weiss, wie hilfreich Voice Search und Sprachassistenz sein kann, wobei hier längst noch nicht alle Möglichkeiten erschlossen sind. Besonders interessant erscheint die Sprachassistenz in der Verbindung mit dem digitalen Marketing, so dass Fragen und Probleme der User immer auch gleich mit einer passenden Lösung verbunden werden können.

Analysiert man die Nutzung von Sprachassistenten im Jahr 2019 werden folgende Fakten deutlich:

  • 68% aller Befragten nutzen bereits gern die Sprachassistenz
  • von 100 Besitzern von Sprachassistenzsystemen nutzen 49 diese regelmässig
  • die grösste Gruppe der regelmässigen Nutzer bilden die über 45-Jährigen

Dabei ist die Entwicklung hier längst in vollem Gange und immer mehr Menschen bedienen sich der unterschiedlichen Sprachassistenzsysteme und der Funktionen von Voice Search.

 

Sollen Websites in ihren möglichen Voice-Search Funktionen optimiert werden, dann stehen vor allem drei Schwerpunkte im Mittelpunkt:

  1. Die Website muss Sprache verstehen. Dazu müssen die Voice Search Tools Sprache erkennen. Der User formuliert seine Anfrage in ganzen Sätzen oder inhaltlichen Fragmenten. Daraus müssen Keywords und Keywordphrasen abgeleitet werden können, die dann zu den jeweiligen Informationen führen.
  2. Sinnvoll wird das Ganze, wenn in der Interaktion mit dem User Fragen als Fragen und Antworten als Antworten formuliert werden.
  3. Erst dann, wenn sich die Website quasi als „Gesprächspartner“ präsentiert, wird die Sprachsuche zum echten Dialog und die Erwartungshaltung der User wird erfüllt werden.

Customer Centricity

Im Mittelpunkt jeder digitalen Kommunikation mit den Kunden muss eben genau der Kunde stehen.

Steve Jobs sagt: „Wir müssen mit einem Kundenerlebnis beginnen und uns dann zurückarbeiten zur Technologie.“

Damit umreisst Steve Jobs, worum es wirklich geht: Den Kunden interessiert weniger die Technologie, die hinter der digitalen Kommunikation steht, sondern vielmehr das Ergebnis. Und das sollte für ihn nach Möglichkeiten zu einem befriedigenden Ergebnis führen. Noch besser: Überraschung, Verblüffung und Begeisterung.

Erst wenn wir das verstanden haben und den Kunden ins Zentrum unseres Handelns auch im digitalen Marketing stellen, werden auch die passenden Technologie ihren Zweck voll entfalten können.

Eine Umfrage zur Kundenzentrierung zeigt, dass die übergrosse Mehrheit verstanden hat, dass die Customer Centricity eine absolut grosse Bedeutung für die Unternehmen hat und zugleich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber den Mitbewerbern erbringen kann.

Und immer noch drei Viertel der Befragten wissen, dass die Kundenzentrierung eine wichtige Rolle im oberen Teil des Sales Funnel hat, zur Top-Priorität in den Führungsetagen gehören muss und relevant für Verkauf und After Sales Prozesse ist.

Das Verständnis scheint also mittlerweile in weiten Teilen der Wirtschaft vorhanden, aber an der Umsetzung fehlt es nach wi vor in vielen Unternehmen.

Um au dem Verständnis eine kundenzentrierte Arbeitsweise werden zu lassen, bedarf es zielgerichteter Bemühungen. Aus der Erfahrung heraus sieh die Entwicklung in der Kundenzentrierung wie folgt aus:

Am Anfang steht die Ignoranz

Unternehmen habe keine oder nur eine geringe Ahnung davon, was die Kunden eigentlich wirklich wollen. Aus dieser Oberflächlichkeit heraus entsteht bei den Kunden der Eindruck, dass das Unternehmen oder das Geschäft sich nicht wirklich für sie interessiert. Fragt man dann nach der Kundenerfahrung, ist diese zum einen uneinheitlich und in der Mehrheit unbefriedigend.

Hören ist der erste Schritt zum Verstehen

Die Unternehmen hören ihren Kunden zu, lernen diese besser kennen und entwickeln ein Verständnis für die Wünsche und Gefühle der Kunden. Zunehmend besser gelingt es, die gehörten Meinungen in greifbare Kundenerlebnisse umzusetzen. Die Kunden fühlen sich gehört, haben jedoch noch keine sichere feste Bindung zum Unternehmen oder zur Marke.

Wir haben verstanden

In der Entwicklungsstufe, in der Unternehmen ihren Kunden immer besser zuhören und diese auch zunehmend besser verstehen, werden Kundenpräferenzen analysiert und ein einheitliches Kundenerlebnis für alle Kunden geschaffen. Jetzt fühlen sich die Kunden gut akzeptiert und können über Informationen und allmählich an Marke und Unternehmen gebunden werden, wenn auch nur vage.

Einbezogen sein heisst dazugehören

Das Unternehmen hat ein umfassendes Bild vom Kunden entwickelt und fühlt sich den Kunden gegenüber in einer verantwortlichen Position. Für die Kunden entsteht das Bild eines Unternehmens, das sich um sie kümmert und bauen Vertrauen auf. Aus diesem Vertrauen heraus sind sie auch bereit, für ein umfassendes Kundenerlebnis mehr auszugeben und bringen sich entsprechend intensiver auc in die Kommunikation mit ein. Für Ihre Loyalität zum Unternehmen werden sie belohnt. Die Kunden sind in die Prozesse gewissermassen einbezogen und haben ein tiefes Gefühl zur Marke oder zum Unternehmen entwickelt.

Passion ist die höchste Stufe der Überzeugung

Passionierte Unternehmen haben starke Beziehungen zu ihren Kunden aufgebaut und sind unangefochtene Branchenführer. Für die Kunden wird es als Privileg verstanden, mit solchen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Positive Erfahrungen werden gern, oft und häufig mit anderen Nutzern oder Interessenten geteilt, was die Wirksamkeit der Kundenzentrierung weiter verstärkt.

Social Media und Influencer sind die Sprachrohre moderner Unternehmen

Verstehen wir Mark Zuckerberg richtig, dann ist eine vertrauenswürdige Empfehlung von Menschen zu Menschen wichtiger als jede noch so gut gemachte Werbebotschaft und letztlich der Heilige Gral der Werbung.

Wir alle wissen, dass wir vertrauten Menschen in ihren Erfahrungen eher trauen, als den vollmundigsten Werbeversprechen. Das bedeutet, dass wir es erreichen müssen, dass unsere Kunden mit ihren vertrauten Menschen auch in den sozialen Medien sehr positiv über uns sprechen und ohne Aufforderung eine Empfehlung aussprechen. Das ist die Königsdisziplin im Marketing.

Was machen Menschen auf Social Media in Bezug auf Marketing?

95% lassen sich auf Social Media Kanälen wie beispielsweise Youtube Dienstleistungen erklären.

Ganze 91% vertrauen auf Blogs als Quelle für zuverlässige Produktinformationen. Und 70% der Teenager setzen in die Influencer mehr Vertrauen, als in klassische Prominente.

Hat man diese Trends erst einmal verstanden wird auch klar, was in Social Media künftig wichtig sein wird. Influencer Marketing nimmt einen immer bedeutenderen Anteil am digitalen Marketing schlechthin ein.

Video zur Vorstellung von Produkten und Dienstleistungen werden immer beliebter und entsprechend auch wichtiger.

Gerade im Social Media Marketing kommt es darauf an, dass die Inhalte immer besser an den Zielgruppen ausgerichtet werden und entsprechend zielgruppenspezifischer Content entwickelt und veröffentlicht wird.

Und nicht zuletzt erleben auch die VR/AR Anwendungen in den sozialen Medien in 2020 einen Boom, der natürlich erst einmal ausgestaltet sein will.

Technik Trends 2020 – Ohne die passenden Technologien wird die digitale Vermarktung dem Ansprüchen und Entwicklungen der Marketing Trends immer ein gutes Stück hinterherhinken

Das wichtigste Stichwort für die Technik Trends 2020 ist Hyperautomation. Das bedeutet, dass der Grad der Automatisierung vieler Prozesse auch im digitalen Marketing deutlich zunehmen wird und dabei auch die Grenzen zwischen einzelnen Prozessen aufgeweicht werden.

Jürgen Stäudtner und Robert Cannon meinen dazu: „Alles was automatisiert werden kann, wird automatisiert werden.“

Entsprechend werden sich Technologien entwickeln oder weiter differenzieren, die dazu geeignet sind, die Automation in möglichst vielen Bereichen voranzutreiben.

Die Hyperautomation verstehen wir als eine Verbindung von Künstlicher Intelligenz mit dem maschinellen Lernen. Dabei geht es vor allem darum, komplexe Arbeiten zu automatisieren und damit die Fehlerquote Mensch weitgehend auszuschliessen. Das kann auch die Arbeitsbedingungen in vielen Branchen verbessern, weil gefährliche, ermüdende oder eintönige Arbeiten nicht mehr von Menschen ausgeführt werden müssen.

Im Ergebnis können Leistung und die Produktivität steigen, Gewinne können optimiert werden.

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen lassen sich sogar Entscheidungsprozesse von der menschlichen Psyche und Emotionalität abkopeln, was zumehr Transparenz und Effizienz führen dürfte.

Wie kann man nun Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen in die Unternehmen integrieren?

Am Anfang steht dabei wohl immer die statische Automation. Bestimmte Prozesse werden durch Programme, basierend auf festen Regeln automatisiert. Dabei geht es zumeist um Arbeiten, die bislang manuell ausgeführt wurden.

In der weiteren Entwicklung werden kognitive Prozesse in die Automatisierung integriert. Das bedeutet, dass kognitive Komponenten in die Automation integriert werden. Künstliche Intelligenz ist das Schlüsselwort.

Die Weiterentwicklung heisst maschinelles Lernen. Maschinen und ganze Anlagen erlernen die Automatisierung von Prozessen, für die eing ewisses Urteilsvermögen erforderlich ist. Hier sind wir bereits in einem evolutionären Prozess, der auf Urteilen basiert.

Die intelligente Organisation ist die Stufe, in der ganze Prozesse und Organisationen autonom, selbstlernend und unabhängig auf der Basis von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen agieren können. Das ist der Zustand, den wir als Hyperautomation bezeichnen.

AR/VR Technologien sind bereits heute recht gut bekannt, allerdings längst noch nicht in ihrer vollen Wirksamkeit in die Marketing- und Technologie Prozesse integriert.

Tim Cook, der Apple-CEO hat zu Augmented Reality eine klare Haltung: „Augmented Reality wird im grossen Stil kommen und wenn sie das tut, werden wir uns fragen, wie wir jemals ohnen sie gelebt haben.“

Allein dieser Ansatz zeigt deutlich, welche Bedeutung Augmented Reality haben kann, wenn sie in den richtigen Bereichen effektiv eingesetzt wird. Ähnlich es kann von der Virtula Realitiy gesagt werden.

Die Prognose zur Nutzung von VR zeigt, dass hier weiteres Entwicklungspotential vorhanden ist und die Nutzerzahl im Jahr 202 etwa um die 24,4 Millionen betragen wird. Damit ist im Vergleich zum Erhebungszeitraum davor eine Steigerung von um die 25 Prozent zu erwarten.

 

Sehen wir uns die Unterschiede von VR und AR kurz an .

VR, virtuelle Realität,
  • schließt die reale Welt komplett aus
  • lässt die Nutzer in einen neue, 360° Welt eintauchen (Immersion)
  • wird durch VR-Brillen oder Cardbords technisch umgesetzt
  • vermittelt das Gefühl, direkt vor Ort zu sein
AR, Augmented oder erweiterte Realität
  • ist eine Erweiterung der menschlichen Wahrnehmung durch das Einblenden zusätzlicher Informationen oder Objekte in Echtzeit
  • wird bereits in Smartphones, Tablets, Head-up-Displays oder AR-Brillen umgesetzt
  • setzt jedoch voraus, direkt vor Ort zu sein, da lediglich die vorhandene Realität erweitert wird
  • kennt bereits Beispiele wie das Spiel „Pokemon Go“ oder Einblendungen auf Navigationsgeräten

Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind wichtige Regeln bei der Umsetzung der Marketing Trends und im Einsatz und der Entwicklung der Technik Trends. Ohne Transparenz und Nachvollziehbarkeit wird vor allem das Vertrauen der User beeinträchtigt werden.

Betrachten wir die Positionierung, die Menschen zu digitaler Technik, dem maschinellen Lernen und der Künstlichen Intelligenz beziehen wird klar, dass in Sachen Transparenz und Nachvollziehbarkeit schon wichtige Schritte gegangen worden sind, jedoch grosse Reserven offen bleiben. Besonders in Bezug auf die Vernetzung von Maschinen und Online Plattformen besteht noch eine grosse Verunsicherung, die eine wesentliche Lücke in der Verbindung zwischen Technik und Mensch abbildet. Auch bezüglich der Künstlichen Intelligenz und selbst bei der Wahrnehmung digitaler Techniken gibt es immer noch grosse Verunsicherungen, die immer auch mit einem gewissen Vertrauensverlust einhergehen.

Wertet man die Feststellungen aus Folie 35 richtig aus, dann ergeben sich sieben Kernelemente, die das Vertrauen oder eben auch das Misstrauen in Technologie begründen:

  1. Beständigkeit – „Was wird morgen noch so sein, wie es gestern war oder heute ist?“
  2. Ethik/Moralische Grundsätze – „Ist das richtig und menschlich, was wir da tun?“
  3. Verantwortlichkeit – „Wer trägt die Verantwortung, wie hoch ist mein Anteil an dieser Verantwortung?“
  4. Kompetenz – „Sind die Entrepreneure und Nutzer der digitalen Techniken mit der erforderlichen Sach-, Fach- und Methoden-Kompetenz ausgestattet?“
  5. Inklusion/Gleichstellung – „Kann jeder Mensch gleichermassen gut mit den neuen Technologien umgehen, arbeiten und leben?“
  6. Transparenz/Wahlmöglichkeiten – „Weiss ich, was die jeweilige Technologie kann und was damit geschieht, habe ich ausreichend selbstbestimmte Auswahl?“
  7. Integrität – „Wie passen die Technologien zu meinem Leben und meinen individuellen Zielen, Plänen und Handlungsweisen?“

Die ganz persönlichen Antworten auf diese Kernfragen bestimmen, inwiefern digitale Technologien angenommen und als gut und nützlich empfunden werden.

Das Vertrauen in den Datenschutz hat immer auch etwas damit zu tun, wie intensiv und vertrauenswürdig Technologien der digitalen Welt genutzt werden.

Wesentlich für das Vertrauen in den Schutz der persönlichen Daten bei der Nutzung digitaler Technologien sind

  • Transparenz – Der User muss verstehen was Unternehmen mit seinen Daten tun und was nicht.
  • Sicherheitssysteme und -prozesse prüfen – Die Unternehmen müssen die Datensicherheit durchgehend und zuverlässig sichern.
  • Datenschutz beachten – Es dürfen nur die Kundendaten verwendet werden, die der Kunde selbst autorisiert hat, und zwar ausdrücklich.
  • Auszeichnungen und Selbstverpflichtungen – Sowohl Auszeichnungen als auch Selbstverpflichtungen vertiefen das Vertrauen der Kunden in die strikte Umsetzung des Datenschutzes.
  • Fehler zugeben – Die Fähigkeit, Fehler einzugestehen und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen ist ein wesentlicher Ansatz, wenn es um Transparenz und Vertrauen in den Datenschutz geht.

Das Internet der Dinge

Mit dem Internet of things wird umschrieben, wie die vernetzte Welt in den direkten Bezug zum Leben der Menschen tritt. Damit sind beispielsweise Smart Home und ähnliche vernetzte Prozesse einbezogen. Das Internet tritt direkt in das Leben der Menschen und wird regelrecht „greifbar“.

Die Statistik zeigt, dass die Anzahl der mit dem Internet verbundenen Geräte stetig zunimmt. Anfangs war es die stationäre Verbindung, bei der die Geräte stationär angebunden waren, der Nutzer jedoch in Bewegung war.

Schon um die Jahrtausendwende sind viele Geräte tragbar und damit mobil geworden. Der Nutzer kann die Geräte also auch mit sich führen.

2013 wurde ein Grad der Vernetzung erreicht, bei dem Nutzer und unterschiedliche Geräte quasi fast immer und von fast jedem Ort der Welt aus miteinander kommunizieren können. Meine Heizung im Wallis kann ich also auch von Berlin aus steuern etc.

Schon 2020 wird eine globale Vernetzung möglich sein, die Dinge, Personen, Prozesse und Daten unmittelbar miteinander vernetzt.

Dr. Johann Bizer beschreibt sehr deutlich, wie der Grad der Vernetzung bereits 2020 aussehen kann:

„Allgegenwärtige Datenverarbeitung –  Sensoren, Prozessoren und Aktoren werden miteinander vernetzt, können Aktionen auslösen und steuern. Damit ausgestattete Alltagsgegenstände sind in der Lage, Umgebungsinformationen aufzunehmen und auf derenBasis zu „handeln“.“

Folgt man den gängigen Theorien und der sich schnell entwickelnden Lebenswirklichkeit der Menschen, dann ist 2020 praktisch alles vernetzt. Zumindest in den Lebensbereichen, in denen der einzelne Mensch das will, aber auch bereits darüber hinaus.

Vernetzte Dinge und Geräte erfassen Sensordaten und geben diese weiter. Maschinen und Programme werden tätig, verifizierte Hardware und Software sendet cloudbasiert Daten in grosse Datencenter, die solche Daten visualisieren oder/und in weitere Prozesse umwandeln, die schlussendlich beim Endverbraucher als Produkt, Dienstleistung oder Service wahrgenommen werden.

Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens wird immer weiter gerieben und bis zum Äussersten weiterentwickelt. Das erfordert zugleich die Weiterentwicklung von Hardware und Software, das Sicherstellen der Geräteverwaltung und der Methodenverwaltung. Entsprechend hoch werden auch die Anforderungen an klug kalkulierte Sicherungsmassnahmen sein.

Der 5G-Mobilfunk bringt Daten und digitale Aktionen in Echtzeit

Mit der 5. Generation der Mobilfunknetze wird mobiles Internet und Mobilfunk in wahrer Echtzeit möglich. 5G ist die technische Grundlage des digitalen Fortschritts und macht die Industrie 4.0 erst einmal möglich.

Eine kleinzellige Netzarchitektur ist die technische Voraussetzung für 5G und in der Lage, nahezu jeden geographischen Bereich mit einem Echtzeit-Netz abzudecken, dass ein viel höheres Mass an Vernetzung ermöglicht als LTE.

Daher steht der 5G Netzausbau in jeder modernen Industrie- und Kommunikationsgesellschaft im Zentrum der zukunftsweisenden Entwicklung. Einher damit gehen die möglichen und erforderlichen Datenübertragungsraten, die mit 5G um die 10‘000 MB pro Sekunde ermöglichen. Das ist ein Sprung von den Datenübertragungsraten des 4G Netzwerkes um etwa das zehnfache.

5G als Vision und Mission für das neue Jahrzehnt ermöglicht eine Vielzahl neuer und deutlich verbesserter Anwendungen. Das Potential von 5G liegt einem gigantischen Internet der Dinge, im deutlich erweiterten mobilen Breitband-Angebot und in der betriebserforderlich bedingten Kontrolle.

Erreicht werden damit

  • Netzabdeckung auch für abgelegene Orte
  • ein niedrigerer Energieverbrauch
  • entsprechend niedrigere Kosten
  • ein hohe Sendedichte
  • das ermöglicht eine grosse Kapazität
  • hohe Datenübertragungsraten
  • und ein Bewusstsein für Verbesserungen und Veränderungen
  • zugleich bedeutet das eine enorme Nutzer-Mobilität
  • niedrige Latenzen zwischen 1 – 10 Millisekunden
  • ein hohes Mass an Zuverlässigkeit und zugleich
  • mehr Sicherheit, eine verbesserte Gesundheitsversorgung, die digitale Verwaltung und eine neue Form der Finanztransaktionen.

Alles in allem bedeuten die Marketing Trends und Technik Trends 2020 ein verbessertes Erlebnis für die Menschen und deutlich mehr Aktivitäten sowohl auf Seiten der Unternehmen und Kunden. Ein verantwortungsbewusster, sicherer und transparenter Umgang mit den neuen Technologien kann und wird das Leben der Menschen reicher, sicherer und erfüllender machen, wenngleich im Bewusstsein der einzelnen Menschen noch einige Hürden zu nehmen sind.